Florian Prittwitz-Schlögl

Zu meiner Person

Mein Name ist Florian Prittwitz-Schlögl, Jahrgang 1978, und ich lebe heute als freiberuflicher Coach, Transformationsbegleiter und Unternehmer aus Leidenschaft in München.

Seit meiner Jugend war ich ein Wanderer zwischen den Welten. Es hat mich immer gelangweilt, nur ein Umfeld, eine Karriere, eine Denk- und Schaffensrichtung zu wählen. Einer meiner persönlichen Werte, “I am what I am” trieb mich an, mich in ganz unterschiedlichen Feldern zu bewegen. Zwei anderen meiner persönlichen Werte, “Ursachen ergründen” und “Intensität mit Fokus”, verdanke ich es, dass diese Reisen in verschiedene Welten nicht an der Oberfläche blieben und auch nicht Halt machten vor großen Herausforderungen innerhalb dieser Welten.

Einerseits war das manchmal recht anstrengend und führte immer wieder zu Umbrüchen und Veränderungen, die weder für mich noch die Menschen um mich herum einfach waren. Andererseits kann ich so heute in meiner Arbeit zurückgreifen auf den Erfahrungs- und Wissensschatz aus einer Reihe sehr unterschiedlicher, oft anspruchsvoller und renommierter Ausbildungs-, Arbeits- und Lebensstationen.

Hier eine etwas ausführlichere Darstellung der Welten, die heute noch einen Niederschlag finden in meiner Arbeit für meine Klient*innen:

  • Denken in Theorie und Praxis. Philosophie und Empirie gehören für mich integral zusammen. Mein akademischer Weg führte mich von der Theater– und Literaturwissenschaft über den Umweg der Philosophie mit Schwerpunkt Wirtschaftsethik in die empirische Ökonomik und Ökonometrie. Ich hatte das große Glück, bei großen Denker*innen wie Hans-Peter Bayerdörfer, Anke Roeder, Karl Homann, Tatjana Schönwälder-Kuntze, Daniel Sturm, Klaus Hurrelmann, Claudia Kempfert und Henrik Enderlein studieren zu dürfen und dabei international renommierte Universitäten (LMU München, London School of Economics und Hertie School of Governance) besuchen zu dürfen, großzügig gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes. Dabei begann mein Weg mit den ganz großen Linien des Denkens und führte mich im Laufe meines Lebens immer näher an die Empirie. Heute bin ich ein intellektuell interessierter Positivist und Konstruktivist und davon überzeugt, dass gutes Denken sich immer in der Theorie und in der Empirie beweisen muss.Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, der ihnen sowohl bei konzeptionellen als auch analytischen Denkschritten schnell und sauber hilft – und zwar ohne viele Fachwörter, sondern mit klarem Blick auf Zweck und empirische Grundlage. Dafür müssen sie damit leben, dass ich manchmal etwas ausschweifend rede und nur so pragmatisch denke, wie es nötig ist.
  • Strukturiertheit, unverhandelbare Orientierung am Klient*inneninteresse und ein selbstverständliches Denken in großformatiger Implementierung lernte ich in meinen Jahren in der Unternehmensberatung, zunächst 6 Jahre als Strategieberater und Projektleiter bei McKinsey&Company, später weitere 3 Jahre als Associate Partner bei einem hoch ambitionierten Beratungs-Start-Up für Change Management. So kritisch man die Welt der Topmanagement-Beratung auch sehen mag (und das tue ich auch in vielen Aspekten), so einzigartig und wertvoll sind doch die Dinge, die ich dort lernen durfte: strukturierte Problemlösung im Team, Leitung von großen, unglaublich flexiblen (heute würde man sagen: agilen) Projekten und den Mut, groß zu denken und zu handeln.Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, der ohne groß zu zaudern den “Coach”-Hut ab und den “Strukki”-Hut aufsetzt, wenn es darauf ankommt, ein Business-Problem zu durchdenken, und der zurückgreifen kann auf einen großen Schatz an Ansätzen und Methoden aus den Bereichen Strategiearbeit, Unternehmensorganisation, Unternehmensfinanzierung, Personalarbeit und Recruiting sowie spezifischem Branchenwissen in Banken und Finanzwesen, Gesundheitswesen, Professional Services und öffentliche Verwaltung. Dafür müssen sie damit leben, dass ich schwer aushalte, wenn Dinge ineffizient gelöst sind oder Geschäftsmodelle auf unlauteren Versprechungen beruhen.
  • Engagement, Diversity und Aktivismus durchziehen mein Leben wie ein roter Faden. Meine erste “Führungsausbildung” war mit 15 Jahren die Jugenleiterschulung der evangelischen Jugend. Fachschaftsarbeit, Zivildienst im (damals noch nötigen) Pflegedienst der Münchner AIDS-Hilfe und die Mit-Gründung der “Queer Stiftis”, des LGBT-Netzwerks der Studienstiftung des deutschen Volkes (damals noch keine Selbstverständlichkeit) folgten. Bis heute bin ich ehrenamtlich aktiv in der HIV-Prävention und der Flüchtlingsarbeit. Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, der ohne Wenn und Aber für ihre Ziele, ihre Rechte und ihren Erfolg einsteht – und zwar unabhängig davon, welche persönlichen Eigenschaften jemand auf seiner/ihrer Geschichte erworben hat. Der sich mit vollem Engagement ins Zeug legt und mit großer Positivität und Tatkraft daran glaubt, dass es sich lohnt, für das zu kämpfen und zu arbeiten, woran man glaubt und was einem wichtig ist. Dafür müssen sie damit leben, dass ich in meiner Begeisterung manchmal über das Ziel hinaus schieße und die Arbeit mit mir zwar immer sehr wirksam, aber manchmal auch sehr anstrengend ist.
  • Theater, Körper und Raum sind ein wichtiges Gegengewicht für diesen etwas kopflastigen Teil meiner Vergangenheit. Schon als Schüler zog es mich auf die Bühne, wo ich u.a. nach dem offiziellen Abitur mit einer eigenen Inszenierung mein ganz persönliches “Theaterabitur” bestritt. In zahlreichen Arbeiten als Regie- und Dramaturgieassistent, vor allem am Schauspielhaus Salzburg und als Dramaturg bei Diplomproduktionen der Bayerischen Theaterakademie August Everding lernte ich den unbedingten Fokus auf den einen Life-Moment, die alles entscheidende Situation im Hier und Jetzt, zwischen realen Menschen in einem realen Raum. In diesen Zweig von Theater, Körper und Raum gehört auch meine Vergangenheit im klassischen Ballett (im Kindesalter) und meine heutige Leidenschaft für Muskelaufbautraining, Laufen und Wandern.Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, der ein intuitives Gespür hat für das, was zwischen Menschen in einem Raum vorgeht, und diese Magie des “Wir, jetzt und hier” zu nutzen weiß – ob im Einzelcoaching, im Workshopraum oder auch auf der großen Bühne bei Key Notes oder Großgruppenmoderationen. Eine Reihe von spielerischen Methoden im Coaching, z.B. mit Körperarbeit, Perspektivwechsel und Rollenspielen, erlauben meinen Klient*innen völlig neue Ein- und Ausblicke auf ihre Situation und geben ihnen den Mut, ihren Prozess frei und selbstbestimmt zu gestalten. Dafür müssen sie damit leben, dass ich große Schwierigkeiten habe, lange still zu sitzen, und ich auch in ernsten oder schwierigen Situationen Humor, spielerische Ansätze und Lockerheit reinbringe – was eigentlich gut ist, aber nicht jedem und jeder gefällt.
  • Internet, Digitalisierung und Mobilität waren zwar nie allein im Fokus in meiner Biographie – dennoch waren sie ein ständiger Begleiter. Als Jugendlicher brachte ich mir selbst die Programmiersprache BASIC und HTML bei, als Unternehmer nutze ich von Anfang an intensiv die Möglichkeiten von Kommunikation und Verkauf im Internet und Social Media, und als vielreisender Berater und Coach war ich sehr früh auf mobile Konnektivität angewiesen.Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, der ohne wenn und aber fähig und bereit ist, virtuell und digital zu arbeiten und der ihnen ermöglicht, Coaching, Beratung und Workshoparbeit virtuell und digital zu erhalten – egal wo auf der Welt sie sich gerade bewegen. Dafür müssen sie damit leben, dass ich konsequent digital lebe und kommuniziere, wenig bis nichts in Papier mitbringe und versuche, Meetings und Interaktionen so effizient wie möglich – das heißt häufig telefonisch oder digital – durchzuführen.
  • Methoden des Coachings, der Transformationsarbeit und der Psychologie habe ich erlernt in meiner Ausbildung in Co-Active Coaching beim international renommierten Institut CTI, geschliffen und veredelt in meiner Arbeit mit und meiner Zertifizierung durch die International Coach Federation, und ergänzt um für einen Nicht-Psychologen sehr umfangreiches Wissen zu Psychologie und Therapie, u.a. durch drei Jahre Arbeit in einer von Psycholog*innen geprägten Change-Management-Beratung.Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, dem nicht nur nichts menschliches fremd ist, sondern der einen großen Schatz an Methoden und Wissen mitbringt, sowohl aus der Neurowissenschaft und der Psychologie – nicht nur, aber auch der klinischen Psychologie – als auch aus einer Reihe von Anwendungsgebieten wie Coaching, Workshop- und Großgruppenarbeit, aber auch Führungs- und Verkaufspsychologie. Dafür müssen sie damit leben, dass ich dieses Wissen auch anbringe, wenn es vielleicht nicht ganz so angenehm ist, und mich nicht davor scheue, psychologische Themen auch im Boardroom anzusprechen.
  • Authentizität und persönliche Offenheit ist etwas, das ich im Laufe meines Lebens und meiner Karriere mehr und mehr zu schätzen gelernt habe. Ich habe selbst einige tiefgreifende Transformationen durchlaufen, unter anderem den Weg von schwerem Übergewicht zum Bewegungsjunkie und vom dauergestressten Berater am Limit zum balancierten Selbständigen mit stabiler Balance. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Anwendung von scheinbar einfachen Prinzipien auf das eigene Leben und die eigene Arbeit herausfordernd und voller Tücken sind, dass sich Routinen nur Schritt für Schritt und mit viel Gnädigkeit sich selbst und anderen gegenüber verändern lassen – aber auch, dass tiefe und substanzielle Veränderung möglich ist, auch und gerade dann, wenn man aus der Perspektive des Lochs, in dem man gerade steckt, nicht mehr daran glauben kann und möchte.Was haben meine Klient*innen davon? Einen Begleiter, der das lebt, was er predigt, der größtes Verständnis hat für die Schmerzen und Umwege, die Veränderungsprozesse mit sich bringen, der sehr offen umgeht mit seinen eigenen Schwächen und Grenzen, und der deshalb ein Vorbild sein kann im bewussten Umgang mit der eigenen Unperfektion. Dafür müssen sie damit leben, dass ich manchmal dazu neige, ein wenig viel von mir selbst zu sprechen, und aushalten, dass ich ihnen nicht abnehme, wenn sie sagen “ich würde ja gerne, aber das geht nicht”. 

Noch ein paar pragmatische Informationen: Ich lebe in München mit meinem Mann, habe (Stand Anfang 2019) zwei Patenkinder und zwei (bald drei) Neffen, die ich sehr liebe und mit denen ich versuche, intensiv Zeit zu verbringen. Ich liebe die Natur, insbesondere Gehen, Wandern, Radfahren und Singen in der Natur, esse und koche für mein Leben gerne, schwärme für die kanarischen Inseln und übe mich darin, trotz der vielen Welten in denen ich war ein ruhiges und einfaches Leben mit klarem Rhythmus und viel Achtsamkeit zu führen.

Meine persönliche Vision ist es, meine Arbeit als Begleiter von wunderbaren Weltgestaltern so weiter zu entwickeln, dass sie irgendwann unabhängig wird von meinem physischen Ort, und ich meine Tage damit verbringen kann die beiden Dinge zu verbinden, die ich am liebsten tue – intensive Coachinggespräche führen, die andere Menschen wirklich weiter führen, und dabei zu Fuß unterwegs sein draußen in der Natur.