In Unternehmen und Organisationen wird ständig irgendetwas verändert. Ein neues Produkt wird entwickelt, eine neue Software implementiert, ein Prozess optimiert. Das bewährte Instrument dafür ist das Projekt – und mit den unterschiedlichen Methoden von Projektmanagement und Projektführung, egal ob “klassisch” oder “agil”, können diese Herausforderungen meist gut bewältigt werden.

Manchmal aber steht man vor Veränderungsherausforderungen, die komplexer sind, weil sie auf einer tieferen Ebene des Unternehmens etwas verändern. Man erkennt diesen Typ von Veränderungen, die ich Transformationsprozesse nenne, meist daran, dass zumindest ein Teil des Zielzustands mit relativ vagen Adjektiven beschrieben wird: Um die neue Strategie umzusetzen, müssen wir “agiler” werden, “innovativer”, “unternehmerischer”, “flexibler”, “vertrauensvoller”, “professioneller” oder ähnliches. Diese vagen Umschreibungen sind ein Signal dafür, dass es um mehr geht als ein Projekt: Um eine Transformation.

Transformationsprozesse sind im Kern Lernprozesse. Ein Team, eine Abteilung, ein ganzes Unternehmen möchte sich gemeinsam auf die Reise machen und lernen, in der Art und Weise wie sie arbeiten eine grundlegend neue Verhaltensweise zu lernen. Schon alleine das ist typischerweise etwas, mit dem die meisten Unternehmen überfordert sind – schließlich sind sie Spezialisten für ihr Produkt, für Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen oder Prozessoptimierung, nicht für die Gestaltung kollektiver Lernprozesse von Erwachsenen.

Zusätzlich finden solche Prozesse häufig unter erheblichem Druck statt: “wenn wir nicht xyz werden, dann werden wir vom Markt/China/den Start-Ups/etc. abgehängt/überrollt/…” wird dann gesagt, aber auch “wir machen das so und so”. Die Diskrepanz zwischen hohem Veränderungsdruck auf der einen Seite, einem starken Bedürfnis, sich nicht grundsätzlich verändern zu müssen auf der anderen Seite kennzeichnet oft den Beginn solcher Transformationsreisen.

Die externe Unterstützung solcher Reisen muss deshalb anders funktionieren als klassische Beratungsunterstützung für Projekte. Es geht nicht so sehr darum, externes Wissen in die Organisation zu bringen, sondern darum, die Menschen in der Organisation durch den Prozess zu begleiten, ihre eigene Lernreise zu gestalten und dabei das Tagesgeschäft nicht zu vernachlässigen.

Gerne unterstütze ich – gegebenenfalls mit Kolleg*innen – bei der Gestaltung von solchen Prozessen mit Fokus auf Hilfe zur Selbsthilfe. Im Unterschied zu einer klassischen Unternehmensberatung rücken wir aber nicht mit 2-4 Leuten quasi Vollzeit an, um das Veränderungsprojekt zu übernehmen, sondern wir begleiten Sie in dem Prozess, die Reise selbst durchzuführen. Das ist auf den ersten Blick aufwändiger – Sie müssen mehr Eigenleistung erbringen, eigene Transformationsverantwortliche benennen, etwas über Transformation lernen etc. – aber im Endeffekt sehr viel effektiver, da die Fähigkeit, sich zu transformieren, elementarer Bestandteil der Kernkompetenz ihres Unternehmens wird. Ganz nebenbei macht dieser gemeinsame Lernprozess viel Freude, bindet gute Mitarbeiter*innen und hält die Kosten für externe Begleitung trotz signifikanter Tagessätze gering (da diese nur punktuell an den neuralgischen Punkten erfolgt).

Konkrete biete ich Ihnen an die Unterstützung bei der gemeinsamen Konzeption und Durchführung der Teile eines Transformationsprozesses, die externer Unterstützung bedürfen (z.B. Diagnostik/Interviews, Transformationsplanung, Teamklausuren und Teamentwicklungen, Strategie- und Umsetzungsworkshops sowie unternehmensspezifische Trainings).

Wie das genau aussehen kann erörtern wir am besten bei einem ersten Telefonat. Melden Sie sich gerne bei mir per Mail oder gleich mit einem Telefontermin, den Sie hier elektronisch anfragen können.